Geschichte
Gründung und Entwicklung bis 1900
Am 15. April 1847 gründete der Stadtkämmerer Valentin Eduard Becker mit nur 45 Sängern den WSV, dem er als Gesangsdirektor und Vorsitzender in über 30 Jahren zu großen Leistungen und Ansehen verhalf.
Valentin Eduard Becker war ein sehr vielseitiger Mensch, der weit über die Grenzen Würzburgs hinaus bekannt war. Er komponierte zahlreiche Werke, darunter auch Messen und Opern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören das Frankenlied „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ und „Das Kirchlein“. Zu seinen Ehren vergibt die Stadt Bad Brückenau alle drei Jahre den Valentin-Becker-Preis. Auch seine Heimatstadt Würzburg ehrt ihren Bürger mit einem Denkmal im Ringpark und der nach ihm benannten Valentin-Becker-Straße.
Bis zum Jahre 1855 zählte der Verein bereits 604 Mitglieder. Im Jahre 1862 fand in Bamberg die Gründung des Fränkischen Sängerbundes und in Coburg die des Deutschen Sängerbundes unter Beteiligung des Würzburger Sängervereins statt. Die Teilnahme an wichtigen Veranstaltungen rund um das Würzburger Kulturleben und auch an der dritten Säcularfeier der Königlichen Julius-Maximilians-Universität Würzburg zeugen von dem hohen Ansehen, das der WSV damals genoss. 1885 – 1905 hatte Simon Breu, Professor an der Musikhochschule und überragender Chorkomponist seiner Zeit, die Leitung des Chores inne.
Vereinsleben 1900 - 1945 Kriegsende
Diese Jahre waren vor allem durch zwei Weltkriege geprägt, die auch im Würzburger Sängerverein ihre Spuren hinterließen. Für den Würzburger Sängerverein erfolgte nach dem ersten Weltkrieg ein großer Aufschwung und die Mitgliederzahl wuchs auf über 300 Personen an.
In dieser Zeit war der Chor aus dem kulturellen Leben der Stadt Würzburg nicht wegzudenken. Der Männerchor sang beim Empfang seiner kgl. Hoheit des Prinzregenten von Bayern, bei der Grundsteinlegung und den Einweihungsfeiern der Luitpoldbrücke, des Luitpoldbrunnens, des Kiliansbrunnens, des Valentin-Becker-Denkmals und vielen anderen Feiern. Konzerte für gemeinnützige und wohltätige Organisationen fanden immer wieder dankbare Anerkennung. Unter Carl Schadewitz trat der Männerchor zum ersten Mal mit 200 Sängern und dem Vereinsorchester im Jahre 1924 mit dem Werk „Friedrich Rotbart“ auf.
Aufgrund der Kriegsumstände erfolgte im Jahr 1938 die Gründung eines Frauenchores. Wie durch ein Wunder blieben der Flügel, Schränke, Instrumente und das Notenmaterial in der Brandnacht verschont, so dass sich der WSV zu den wenigen glücklichen Chorvereinen zählen darf, dessen ganzes Archiv bis zum heutigen Tag erhalten ist.
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1847 - 1877
1877 - 1878
1878 - 1881
1881 - 1885
1885 - 1908
1901
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Chormeister und Gründer Valentin Eduard Becker, Stadtkämmerer
Chormeister Heller, Stadtschullehrer
Chormeister Albrecht, Musiklehrer
Chormeister Emil Schmitt, Musiklehrer
Chormeister Simon Breu, Taubstummenoberlehrer
Erste Eintragung ins Vereinsregister.
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1901 – 1914
1908 - 1920
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Musikalische Umrahmung vieler Veranstaltungen der Stadt Würzburg
Chormeister Max Schmitt, Studienprofessor
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1914 – 1918
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Wohltätigkeitskonzerte, konzertante Betreuung verwundeter Soldaten.
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1922
1921 - 1923
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75-Jahrfeier mit eigenem Orchester
Chormeister Neugebauer, Stadtschullehrer
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1927
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Mitglieder 883
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1924 – 1936
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Chormeister Carl Schadewitz, Musiklehrer am Alten Gynmasium – bedeutender Vokal- und Instrumental-Komponist.
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1936 – 1956
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Chormeister Otto Knapp – unter ihm Aufführung großer Oratorien durch den Würzburger Sängerverein.
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1938
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Gründung des Frauenchores – 45 Damen
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1938 – 1945
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Aufführung der Oratorien „Herakles“ und „Judas Maccabäus“ von Georg Friedrich Händel sowie „Christnacht“ von Joseph Haas. Musikalische Betreuung verwundeter Soldaten.
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Vereinsleben 1945 bis heute
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1947
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Der Chor hat bereits wieder 120 Männer und Frauen
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1949
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Nachfeier des 100jährigen Bestehens
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1958
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Konzert zugunsten des Wiederaufbaues des Stadttheaters der Stadt Würzburg. Gesamtleitung Dr. Louis-Helmut Debes.
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1967
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120 Jahr Würzburger Sängerverein – Chorleiter Kapellmeister Gerhard Hartmann, Verleihung der Goldenen Stadtplakette.
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1971
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Zusammenschluss des Würzburger Sängerverein 1847 e.V. und der Würzburger Chorvereinigung von 1890 e.V. unter dem Namen „Würzburger Singgemeinschaft“. Chorleiter ist Hans Schreck, Chordirektor ADC und Initiator der „Würzburger Chormusiktage“.
Regelmäßige Mitwirkung an den Chormusiktagen bis heute.
In dieser Zeit erfolgt auch die Gründung eines Kinder- und Jugendchores.
Nach dem Ausscheiden von Hans Schreck übernehmen junge engagierte Musiker die Leitung des Chores. Daniela Leder-Gross, Matthias Göttemann, Caroline Prozeller und Sebastian Glas, die sich mit jugendlichem Elan dieser Aufgabe stellen.
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2001
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Der Oratorienchor, der sich aus dem Martin-Luther-Kirchenchor entwickelt hat, kommt zum Würzburger Sängerverein. Die Leitung des Oratorienchores hat Matthias Göttemann. Heute tritt der WSV mit seinen beiden Chören auf.
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2005
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Der „Chor des Würzburger Sängervereins“ benennt sich zum „Valentin-Becker-Chor“ um und erinnert damit an den Gründer des Würzburger Sängervereins 1847 e.V. und seine starke Verbundenheit zur Stadt Würzburg.
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2007
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Der WSV feiert sein 160-jähriges Jubiläum mit einem großen Festakt im Congresszentrum in Würzburg. Aufgeführt werden Auszugüe aus den Jahreszeiten von J. Haydn, sowie die Carmina Burana von C. Orff, jeweils begleitet von der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl.
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| 2010 | Die Chorleitung geht von Sebastian Glas auf Elisa Krüger über. Die Zahl der aktiven Sängerinnen und Sänger ist bereits wieder auf über 120 angewachsen. |
| 2011 | Für seine kulturellen Verdienste wird der Würzburger Sängerverein mit seinen beiden Chören mit der Kulturmedaille der Stadt Würzburg ausgezeichnet. |










