2026-07-25, Sommerkonzert des VBC in der Neubaukirche

Wieder einmal beeindruckte der Valentin-Becker-Chor mit seinem Sommerkonzert in der Würzburger Neubaukirche. Das aufmerksame Publikum erlebte in der stimmungsvollen Kulisse eine Vertonung Andreas Rombergs von Friedrich Schillers berühmtem Gedicht „Das Lied von der Glocke“ aus dem Jahr 1808. Bekannte Zitate verwandelte Romberg, ein zu seiner Zeit berühmter Komponist, der gleichzeitig mit Beethoven, Haydn und Mozart genannt wurde, in ein musikalisches Ereignis. Die Glocke wird zu einem Sinnbild für Einigkeit, Harmonie und Frieden. 

Chorleiter Rudolf W. Haidu, bekannt für seine Vorliebe für Werke, die heute selten gespielt werden, in der Zeit ihrer Entstehung aber zu Recht berühmt waren, führte mit sicherem Gespür durch das Konzert und verlieh Rombergs Musik sowohl Tiefe als auch Lebendigkeit.

Pianistin Jieun Baek, Dozentin von der Hochschule für Musik Würzburg begleitete den Chor mit großer Virtuosität und feinen Nuancen und unterstützte Chor und Solisten am Flügel meisterhaft.

Der Bariton Simon Tischler überzeugte als der Meister des Glockengießens mit ausdrucksstarkem Timbre und einer souveränen Darbietung. Auch Tenorsolist Stefan Schneider gestaltete die Soloparts mit klarer, heller Stimme intensiv und durchdacht.

Die Mezzosopranistin Barbara Buffy verlieh mit ihrem dunklen Mezzosopran in den perfekt interpretierten Solopassagen durch feine Ausdruckskraft wunderbare Tiefe.

Nach einem etwas verhaltenen Anfang erfreuten die Sängerinnen und Sänger durch starken Ausdruck und gute Aussprache. Der Chor meisterte auch intensivere, rhythmische Stellen gut, hielt die Spannung über das komplette Werk und lief zum Schlussstück zur Hochform auf. Wie in zurückliegenden Konzerten gelang es, die Freude an dieser Romberg-Vertonung auf die Zuhörer überspringen zu lassen, die es den Mitwirkenden mit herzlichem, langanhaltendem Applaus dankten.