"Festgemauert in der Erden steht die Form, aus Lehm gebrannt!" Wer kennt nicht die kraftvollen Worte, mit denen Friedrich Schillers berühmte Ballade anhebt und einen philosophischen Höhenflug über menschliches Leben an handwerklich geerdete Meisterschaft bindet! Wenn Schillers „Glocke" nun auf die packende Klangsprache von Andreas Romberg (1808) trifft, entstehen lyrisch-filigrane Klänge, gerahmt von monumentaler Klanggewalt, wie sie der Text heraufbeschwört.
Der Valentin Becker Chor präsentiert in seinem diesjährigen Sommerkonzert einen eindrucksvollen Konzertabend zwischen loderndem Feuer, schimmerndem Erz und menschlicher Stimme. Unterstützt von den Solisten Barbara Buffy (Mezzosopran), Stefan Schneider (Tenor) und Simon Tischler (Bariton) werden Schillers große Bilder von Arbeit, Liebe, Gefahr, Aufbruch und Vergänglichkeit in Rombergs Musik zu einem mitreißenden Klangdrama — von zart bis überwältigend. Die farbenreiche Begleitung übernimmt Jieun Baek (Klavier), deren feine, feierliche und furiose Klänge unter die Haut gehen. Erleben Sie die Glut dieses äußerst selten zu hörenden Werkes und lassen Sie sich mitnehmen!
